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Verein für den Schutz und die Nachhaltige Nutzung der Ökosysteme Amazoniens

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Abenteuer im Kronendach: Die erste Plattform ist fertig. Wir haben sie in 22 m Höhe auf einem Sapucaia-Baum gebaut - da, wo der mächtige Urwaldstamm die ersten Verzweigungen hat. Die Sapucaia ist eine Verwandte der Paranuß, und gehört wie diese zu den Riesen im Regenwald. Sie hat ein sehr hartes Holz und ist daher besonders gut für den Bau einer Plattform geeignet.

Die Plattform ist aus bestem tropischem Hartholz, und daher außerordentlich witterungsbeständig. Für das Holz haben wir einen umgestürzten Urwaldriesen im Wald zersägt, Raimundo und Mauro haben dann tagelang die schweren Bretter und Balken durch den Wald bis an die Stelle der Plattform getragen. Über 400 kg Holz wurden in die Höhe gehievt. Der Aufstieg erfolgt je nach Kondition: Der "Normalbesucher" wird mit dem Flaschenzug nach oben gebracht, erfahrene Kletterer können am statischen Seil mit Seilklemmen hochklettern - dank der wertvollen Sachspende von Wolfgang Pekny. Für etwas mehr Kletterausrüstung wären wir sehr dankbar!

Ist man erst einmal oben, hat man von der Plattform aus einen herrlichen, ganz neuen Blick. Mit etwas Geduld kann man die Affen durch das Kronendach turnen sehen.

 

 

Praktikum auf der Field Station: 25 angehende Forstingeneure der Bundes-Forstfachschule waren im Mai bei uns auf der Field Station zu Gast. Unterwiesen von ihren Dozenten und begleitet durch unsere Ranger haben sie eine Woche lang Kartierung und Baumbestimmung geübt. Die Fachleute waren begeistert von der Intaktheit und Artenvielfalt des Reservates und möchten gerne häufiger unsere Struktur nutzen. Im Gegenzug sicherten sie uns ihre volle Unterstützung zu. Die Bundesfortsfachschule wird ein wichtiger Partner werden.

Forstinventur: Im Juni entsandte auch das INPA-Großforschungsinstitut eine Delegation auf die Field Station. Fünf Biologen führten eine erste Forstinventur durch. Eine Woche lang begleiteten unsere Ranger Raimundo und Mauro sie kreuz und quer durch das Gebiet - einem komplizierten Muster per GPS folgend, damit die Representativität statistisch gesichert ist. In Kürze erwarten wir das Ergebnis.

Schlangen und hoffentlich ein Ende: Nachdem erneut 3 Schlangen auf der Field Station aufgetaucht sind, haben unsere Ranger die Gebüsche untersucht und das Schilfgras am Seeufer gemäht. Sie fanden drei Schlangennester. Nun wird es hoffentlich ruhiger.