

Verein
für den Schutz und die Nachhaltige Nutzung der Ökosysteme Amazoniens
Folder
des Zentrums Hiléia
(Fortsetzung 1)
(Fortsetzung)
Diese Bevölkerungsgruppen (Kleinbauern, Fischer, Siedler und Indianer), die Garanten einer Nachhaltigen Entwicklung sein könnten, kommen jedoch immer mehr in Bedrängnis. Immer mehr junge Leute wandern in die Städte ab, weil sie im Wald keine Zukunft für ein halbwegs akzeptables Leben sehen.
Jenseits aller Schuldzuweisungen an die Waldzerstörer muß man eingestehen, daß die Walderhalter bisher kein Gegengewicht aufbauen konnten. Dies ist auch und vor allem ein ökonomisches Problem.
Die niedrigen Preise, die die Zwischenhändler für Sammel- oder Anbauprodukte bezahlen, decken nur mit Mühe die Kosten für die Ergänzung der Ernährung, nicht jedoch für Bildung und Gesundheitsversorgung.
Wissenschaftler haben zwar errechnet, daß der Wald als intaktes Ökosystem ein Vielfaches des Holzpreises wert ist. In der Praxis jedoch ist dieses Wissen bisher nicht nutzbar. Der theoretisch hohe Wert von Früchten, Harzen, Medizinalpflanzen und anderen Produkten des intakten Regenwaldes reduziert sich in der Praxis auf den Holzwert. Zur allgegenwärtigen Benachteiligung der Produzenten aufgrund postfeudaler Machtstrukturen kommen weitere Probleme hinzu, etwa durch Analphabetismus, Kapitalmangel und die politischen Vorgaben in- und ausländischer Entscheidungsträger.
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